Kurzorientierung, wozu die Wahl einer Eichung dient und wann welche Form praktisch ist.

Konzept in 30 Sekunden

  • Eichfreiheit: Potentiale sind nicht eindeutig; physikalisch relevante Größen sind Felder. Eine Eichung fixiert Freiheitsgrade, damit die Gleichungen bestimmt werden.
  • Ziel: Rechenaufwand senken, Randbedingungen kontrollieren, numerische Stabilität sichern.
  • Typische Wahlkriterien: stationär vs. zeitabhängig, Rechenaufwand, ob manifeste Lorentz-Kovarianz gebraucht wird.

Wann welche Eichung?

  • Coulomb-Eichung (): ist das instantane Coulomb-Potential (Poisson-Gleichung), wird nur von getrieben. Gut für quasistatische Probleme und die Trennung longitudinal/transversal.
  • Lorenz-Eichung (): Lorentz-kovariant, entkoppelte Wellengleichungen für und , retardierte Potentiale; Standard für Strahlung.
  • Poincaré-Eichung (): Potentiale direkt als Linienintegrale der Felder , entlang radialer Strahlen; nützlich, wenn die Felder bekannt sind (z. B. Multipolentwicklung um einen Punkt).

Verweise

Nutzung

  • Wahlkriterium kurz notieren: statisch/quasistatisch → Coulomb, relativistisch/Strahlung → Lorenz, radial → Poincaré.
  • Bei Wechsel immer Transformationsformel , erinnern.