Kurz-Anleitung, wie man für Integrale in Elektro-/Magnetostatik schnell das richtige Flächen- oder Volumenelement setzt (spezialisiert für Draht-/Zylindersymmetrien wie in HA8/Aufgabe 25).

1) Grundprinzip

  1. Symmetrie bestimmen (kartesisch / zylindrisch / kugelförmig).
  2. Passende Koordinaten wählen (zylindrisch bei Drähten, kugelförmig bei Punkt-/Kugelsymmetrie).
  3. Geometrisches Objekt festlegen: Fläche oder Volumen, über das integriert wird.
  4. Differentialelement notieren und Richtung (bei Flächen) angeben.
  5. Integrationsgrenzen direkt aus der Skizze ablesen.

2) Flächenelemente: Wann ist ?

Ein Flächenelement ist immer ein Vektor, der senkrecht auf der Fläche steht:

Beispiel 1: Querschnitt eines Drahts (Kreisfläche senkrecht zur -Achse):

  • Normalenrichtung: .
  • Skalarfläche in Zylinderkoordinaten:

weil der Kreisring mit Radius und Breite die Fläche hat.
Damit

Beispiel 2: Mantelfläche Zylinder (Radius , Höhe ):

  • Normalenrichtung: .
  • Skalarfläche:

3) Volumenelemente: Standard-Formeln merken

  • Kartesisch:
  • Zylindrisch:
  • Kugel:

Schnelltest: In Zylinderkoordinaten kommt immer ein Faktor vor, in Kugelkoordinaten .

4) Leitfaden für „eingeschlossenen Strom“ (HA8/A25)

  1. Stromdichte definieren (homogen):
  1. Gesamtstrom über die volle Querschnittsfläche :
  1. Eingeschlossener Strom bis Radius :

Merke: Das Integral für ist dasselbe, nur mit oberer Grenze statt .

5) Schnellregeln für Integrale

  • Kreisringfläche:
  • Zylindervolumen: (nach schon integriert)
  • Symmetrie ausnutzen: Bei vollständiger Rotationssymmetrie kannst du sofort integrieren ().

6) Verweise